When I met Prof. Henning Vöpel – Interview for FashionBiznes Poland

More or less one month ago I had the chance to interview prof. Henning Vöpel CEO in Hamburg Institute of International Economics (Hamburgisches WeltWirtschafts Institut HWWI) Germany. We talked about the globalization process in the fashion industry.

 Would you like to read our dialogue in polish or german?

You can find the complete interview here.

And here .pdf

 

 

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And here in German:-) 

1. E-commerce kann man nicht vermeiden. Die Unternehmen im Netz müssen nicht nur konkurrieren, aber auch kooperieren um zu überleben, beste Beispiel sind Paybacks Karten, Vogue Fashion‘s Night Out. Das sind nur 2 Beispiele der gemeinsamen Kooperation. Als klein und allein hat man keine Chance mehr?

Ein wesentliches Merkmal der Digitalisierung ist die Entstehung von Online-Plattformen, auf denen sich die Konsumenten informieren. Alle Anbieter, die überhaupt noch wahrgenommen werden wollen, müssen diesen Plattformen beitreten. Wer das nicht tut, hat keine Chance mehr. 

2. Ich habe manchmal schon jetzt das Gefühl, dass in vielen Einkaufzentren wiederholen sich die gleichen Läden egal ob wir in Berlin, Hamburg oder Düsseldorf sind. In der Lebensmittelbranche mussten viele kleine Läden leider oft ihre Geschäfte schließen, die Konkurrenz war gegen großen Ketten wie Real, Lidl usw. nicht möglich. Wird das auch die Mode Branche treffen?  

Ja, auch die Modemärkte globalisieren sich. Man kann überall alles kaufen, eben auch online. Das bedeutet, dass auch alle Konsumenten sich am gleichen globalen Angebot orientieren. Die Folge ist, dass die Nachfrage sich weltweit angleicht. Dadurch gewinnt man den Eindruck, als wären Modetrends ein globales Phänomen  

3. In Polen die größten E-Commerce Kunden sind das junge Menschen Ü20. In 10 oder 20 Jahren werden das wahrscheinlich mehr. Hat E-Commerce Shop mehr Chance in der Zukunft als die Einkaufszenten?  

Auf jeden Fall. Online bedeutet, bequem, schnell und spontan auf alles zugreifen zu können. Oft geht man noch zum Spaß shoppen, aber kaufen tut man immer öfter online. Der stationäre Einzelhandel muss sich daher in Zukunft wandeln, um attraktiver zu werden. 

4. Auf der Jagd nach Schnäppchen oder andersrum auf der Jagd nach Qualitätssachen für den besten Preis viele Portale wie in Deutschland idealo.de in Polen sind das nokaout.pl oder ceneo.pl sehr populär. Wie weit kommt der e-kunde um die beste Preis zu bezahlen? Egal wo, Hauptsache günstiger?

Das hängt sehr vom Segment ab. Bei Standardprodukten gilt das auf jeden Fall. Im Luxussegment aber nicht: In New York oder Monte Carlo darf es auch etwas mehr kosten. Im E-Commerce aber herrscht extreme Informationseffizienz und Transparenz. Wer zu teuer ist, wird bei Standardprodukten nichts mehr verkaufen. Da hilft dann kaum noch die Marke. 

5. Angebote, Aktionen, Rabattkode wir wissen schon selber nicht, wenn wir einen Flug buchen ob wir von der Fluglinien irgendwelche Rabatte haben dazu Budnikarte, Paybackkarte und andere Kundenkarten. Es wird für die Konsumenten nicht einfacher. Brauchen wir was um die Kontrolle darüber zu behalten?  

Überall möchte man an unsere Daten. Das ist die neue Währung. Wer Daten hat, besitzt Marktmacht. Daher ist es wichtig, dass wir Kontrolle über unsere Daten behalten. Sonst werden wir manipuliert. Das passiert jetzt schon, wenn wir nach etwas googlen und dann ein automatischer Algorithmus uns entsprechende Werbung anbietet. 

6. Cross marketing – Leistung gegen Leistung, Inbound Marketing- dass potentielle Kunden im Recherche-Prozess, selbst publizierte Inhalte bzw. Shops finden , Omnihandel- Handel auf allen Kanälen und Beacons – die kleine Bluetooth-Sender können mit unseren Smartphones kommunizieren während wir einkaufen. Das sind einige Marketing Methoden um auf dem Markt zu bleiben. Worauf soll der Kunde achten und wie soll er eigene Daten schützen in dieser Ära der Digitalisierung?

Durch die Beacons bekommen wir immer in jeder Sekunde das, was uns gerade interessiert. Wir werden als Konsument durch das unüberschaubare Angebot sicher geführt. Aber die Gefahr ist, dass wir auch gelenkt werden und am Ende vielleicht sogar manipuliert werden. 

7. Die Polen haben großer Mut und Lust auf die Veränderungen und was Neues. Die junge Generation ist sehr „hungrig“. Kannst Du was empfehlen den polnischen E-Commerce Unternehmern?

Junge Menschen wollen individuell, spontan und bequem entscheiden und handeln. Wer ihnen das bietet, ist im Vorteil. Ob im Shopping oder in Bankgeschäften. Der Kunde ist durch die Digitalisierung mehr denn je der König.